In Deutschland landen über 50 Milliarden Zigarettenkippen pro Jahr auf dem Boden und nicht im Mülleimer – ein gigantischer Berg von toxischem Sondermüll! Filter verdrecken Straßen, Parks und Strände, unsere Umwelt wird mit freigesetzten krebserregenden Chemikalien und Schwermetallen belastet, Kippenstummel gefährden Kinder und Tiere. wirBERLIN fordert bundeseinheitliche Pflicht zum Mitführen eines Taschen-Aschenbechers für Raucher*innen.
BegründungDie Welt ist ein Aschenbecher. Zigarettenstummel machen weltweit den größten Anteil der Abfälle aus, die in Städten und an Stränden aufgesammelt werden. 5,6 Billionen Zigaretten werden jedes Jahr weltweit geraucht. Schätzungsweise zwei Drittel aller gerauchten Zigaretten landen auf dem Boden und nicht im Mülleimer. Dies entspricht bis zu 680.000 Tonnen Müll und geht mit einem schwerwiegenden Einfluss auf die Ökosysteme einher. In Deutschland werden 75 Milliarden Zigaretten im Jahr konsumiert, über 70% davon landen in der Umwelt. Hergestellt aus Celluloseacetat, einem biologisch nicht abbaubaren Kunststoff, benötigen Zigarettenfilter Jahrzehnte, um in der Natur zu zerfallen. Dabei zerfällt Celluloseacetat in Mikroplastikpartikel und wird überall auf der Erde nachgewiesen. Tabakproduktabfälle enthalten über 7.000 hochgiftige Chemikalien, einschließlich bekannter Karzinogene, wie Nikotin, Arsen oder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe sowie Schwermetalle wie Blei, Kupfer, Chrom und Cadmium, die nachweislich in die Umwelt ausgewaschen werden und sich dort ansammeln. Dieser Giftmüll landet auf unseren Straßen, Gehwegen, Parks und Stränden, und gelangt durch Regen in unser Grundwasser, in Kanäle, Bäche, Flüsse, Meere mit verheerenden Folgen für unsere Flora und Fauna und uns Menschen. In Böden und Gewässer gelöst, reichern die darin lebenden Organsimen die Giftstoffe an und geben sie so in die Nahrungskette und damit auch an uns Menschen weiter. Die Auswirkungen auf Wasserlebewesen reichen von Genveränderungen und Verhaltensänderungen bis hin zum Tod. Bei Kleinkindern kann schon eine verschluckte Kippe zu Vergiftungssymptomen führen. Neben Medikamenten sind Zigarettenkippen die häufigste Ursache für Vergiftungen bei Kindern. Zudem verunreinigt eine einzige Zigarettenkippe bis zu 40 Liter Grundwasser. Reinigung und Entsorgung der achtlos weggeworfenen Zigarettenkippen kosten den deutschen Kommunen jährlich einen hohen Millionenbetrag. Geld, das an anderer Stelle fehlt. Um der Vermüllung unserer Umwelt durch Zigarettenkippen entgegenzuwirken, sind derzeit verschiedene Lösungsansätze in der Diskussion. Von der Beteiligung der Tabakindustrie an den Kosten für die Beseitigung, über die Einführung eines Pfandsystems bis hin zum Verbot der Filter. Mit unserer Forderung nach einer bundesweit einheitlichen Pflicht zum Mitführen eines Taschen-Aschenbechers für Raucher*innen wollen wir das Thema konstruktiv angehen. Einen Taschen-Aschenbecher mitzuführen, bedeutet für den Einzelnen kaum Aufwand und bietet einen zumutbaren Weg, seine Zigarettenabfälle korrekt zu entsorgen. Ein Taschen-Aschenbecher trägt so maßgeblich zur Reduzierung von achtlos weggeworfenen Zigarettenkippen bei. In vielen Kommunen besteht vergleichbar eine Pflicht zum Mitführen von Hundekotbeuteln, die bei Nicht-Einhaltung ordnungspolitisch geahndet wird. Was für Hundekot gilt, sollte vor dem Hintergrund der ausgeführten Belastungen und Gefahren für Zigarettenkippen längst gelten!
Weiterführende InformationenwirBERLIN gGmbh Bernadottestr. 6 14193 Berlin www.wir-berlin.org
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Hallo liebes Milliarden Zigarettenkippen vergiften die Umwelt. Taschen-Aschenbecher-Pflicht!-Team,
ich habe eine weitere Begründung. In der Nähe von Gummersbach brennen momentan mehrere Hektar Wald. Unachtsam weggeworfene Zigaretten sind auch als Waldbrand Risiko einzuordnen.
LG Marius.